Allendorf/Eder(pm). Die Junge Union (JU) Hessen besuchte am 28. November im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung der Arbeitskreise Energie, Infrastruktur, Mobilität und Klimaschutz sowie Finanzen, Wirtschaft und Arbeit das hessische Traditionsunternehmen Viessmann in Allendorf (Eder). Der Austausch fand vor dem Hintergrund der Übernahme der Klima-Sparte durch den US-Konzern Carrier im Jahr 2023 statt. Mit rund 3.000 Beschäftigten ist Viessmann in Hessen einer der bedeutendsten industriellen Arbeitgeber mit großer regionaler Wertschöpfung. Neben der gesamtwirtschaftlichen Lage standen vor allem die Rahmenbedingungen für das produzierende Gewerbe, die Belastungen durch hohe Energiepreise sowie die zukünftigen Beschäftigungs- und Standortperspektiven im Mittelpunkt des Austauschs. Auch wünschten sich die Heizungshersteller zudem eine verlässliche und zielorientierte Förderrichtlinie, die zur Stärkung des Industriestandorts beiträgt. Die JU Hessen erhielt dabei konkrete Einblicke in Produktionsprozesse, strategische Planungen und die aktuelle Standortentwicklung.
Maximilian Vogel, Referent der JU Hessen für Energie, Infrastruktur und Mobilität, betonte: „Die energieintensive Industrie braucht endlich verlässliche Rahmenbedingungen. Unternehmen wie Viessmann zeigen, dass Hessen starke Produktionsstandorte hat – aber auch, wie sehr steigende Energiepreise und fehlgeleitete Regulierung die internationale Wettbewerbsfähigkeit gefährden. Wir setzen uns dafür ein, dass der Industriestandort Hessen nicht geschwächt, sondern gestärkt wird.“ Laut dem Unternehmen habe sich das Geschäft nach der Übernahme stabil entwickelt, die Beschäftigungssituation bleibe positiv und wesentliche Entscheidungen würden weiterhin am Standort Hessen getroffen. Dazu ergänzte der nordhessische Bezirksvorsitzende Luca Rampe: „Viessmann steht wie kaum ein anderes Unternehmen für industrielle Stärke in Nordhessen. Wer über Zukunftschancen in unserer Region spricht, muss den Mittelstand in den Mittelpunkt stellen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen Bedingungen schaffen, damit solche Unternehmen nicht nur bleiben, sondern investieren, wachsen und neue Arbeitsplätze schaffen.“
Zugleich thematisierte die Delegation die aktuellen Herausforderungen in Bezug auf Bürokratiebelastungen und regulatorische Unsicherheiten. Julius Reichel, Referent für Finanzen, Wirtschaft und Arbeit der JU Hessen, hob hervor: „Die Gespräche haben gezeigt, dass Hessen dringend mehr wirtschaftspolitische Verlässlichkeit braucht. Mittelständler wie Viessmann tragen unsere Industrie – nicht abstrakte Strategiepapiere. Es braucht den Mut zu echten regulatorischen Entlastungen – unmittelbar, nicht erst nach langen Beratungen in immer neuen Kommissionen.” Die JU Hessen werde die gewonnenen Eindrücke in ihre fachpolitische Arbeit einfließen lassen. Der Besuch bei Viessmann unterstreiche, wie zentral eine starke Industrie für die wirtschaftliche Zukunft des Landes bleibt.





